Lymphdrainage

Geschichte:

Ly-DIGI20081101-FD18-040

Der dänische Arzt Thomas Bartolin veröffentlichte 1652 ein Buch über das Lymphatische System, welches man als unser körpereigenes Abwassersystem bezeichnen könnte.
Im laufe der Zeit geriet das Wissen über dieses Lymphatische System wieder in Vergessenheit und wurde erst in der Neuzeit von Dr. Emil Vodder, einem dänischen Philosophen, welcher gemeinsam mit seiner Frau in Cannes ein physikalisches Institut betrieb, wieder aufgegriffen.
Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) mittels sanftesten Druck und langsamen Schub auf die Haut durch den Therapeuten durchgeführt, wirkt nicht nur auf die Lymphflüssigkeit in ihren Gefäßen und Bahnen, sondern auch auf die Gewebsflüssigkeit, die sich zwischen den Zellen befindet. Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) dient also zur Lymphtransportsteigerung. So werden Stoffwechselabfallprodukte, welche vom Blutkreislauf nicht abtransportiert wurden und auch Ansammlungen von Gewebsflüssigkeiten (Ödeme) mit Hilfe des Therapeuten dem Blutkreislauf zum Abarbeiten über die Ausscheidungsorgane zugeführt. Die MLD fördert mit ihrer Technik der stehenden Kreise, Pumpgriffe, Schöpfgriffe, Drehgriffe u. Sondergriffen den Parasympatikus der uns beruhigt, sie wirkt aber auch schmerzlindernd und mindernd auf den Muskeltonus.